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Was hat eine CO₂-Bilanz mit Sterbebegleitung zu tun?

Nachhaltigkeit bedeutet, Verantwortung nicht aufzuschieben

Warum levares seine verbleibenden CO₂-Emissionen kompensiert – und weshalb Nachhaltigkeit für uns weit über Klimaschutz hinausgeht

Nachhaltigkeit hat es gegenwärtig nicht leicht. Unternehmen stehen unter erheblichem Kostendruck. Investitionen werden kritischer geprüft, Ausgaben reduziert und Maßnahmen, deren unmittelbarer wirtschaftlicher Nutzen nicht sofort sichtbar ist, schnell infrage gestellt.

Gleichzeitig ist der Begriff der Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren zunehmend beliebig geworden. Viele Unternehmen schmücken sich mit grünen Versprechen, ohne ihr tatsächliches Handeln transparent zu machen. Der Vorwurf des Greenwashings ist daher häufig berechtigt.

Gerade deshalb war für uns klar: Wenn wir als levares über Klimaschutz und Nachhaltigkeit sprechen, müssen wir konkret, nachvollziehbar und ehrlich sein. Dazu gehört auch, die eigenen Grenzen offenzulegen.

Klimaschutz beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme

lev­ares wurde durch Fokus Zukunft als nachhaltiges und CO₂-kompensiertes Unternehmen zertifiziert. Grundlage hierfür ist die Ermittlung unserer betrieblich verursachten Treibhausgasemissionen. Die von uns unterstützten Klimaschutzprojekte, die entsprechenden Nachweise und weitere Informationen sind über unser Impact Board transparent einsehbar.

Eine Zertifizierung bedeutet für uns jedoch nicht, dass wir uns für „klimaneutral“ erklären und damit das Thema als erledigt betrachten. Der erste Schritt muss immer darin bestehen, Emissionen möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren. Erst für diejenigen Emissionen, die gegenwärtig nicht vermieden werden können, kommt eine Kompensation infrage.

Unser derzeit größter verbleibender Emissionsfaktor ist die Fahrzeugflotte. Als Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sind wir täglich in Mannheim und der Region unterwegs. Unsere Patientinnen und Patienten werden in ihrem häuslichen Umfeld, in Pflegeeinrichtungen und an anderen vertrauten Lebensorten versorgt. Diese Mobilität ist keine beliebige betriebliche Entscheidung, sondern eine wesentliche Voraussetzung unserer Arbeit.

Eine weitere Elektrifizierung unserer Flotte ist aktuell nur eingeschränkt möglich. An unserem Bürostandort und in dessen unmittelbarem Umfeld fehlt die erforderliche Ladeinfrastruktur. Diese Situation können wir kurzfristig nicht allein verändern. Sie einfach als unvermeidbar hinzunehmen, war für uns dennoch keine überzeugende Lösung.

Deshalb haben wir uns entschieden, die derzeit verbleibenden CO₂-Emissionen durch die Unterstützung unterschiedlicher, überprüfbarer Klimaschutzprojekte auszugleichen.

Drei Projekte – drei unterschiedliche Beiträge zum Klimaschutz

Bei der Auswahl war uns wichtig, nicht ausschließlich auf ein einzelnes Projekt oder eine einzelne Technologie zu setzen. Wir unterstützen daher drei unterschiedliche Kompensationsmodelle:

Ein Klimareservat in Brandenburg

Ein Waldgebiet in Deutschland wird renaturiert und dauerhaft zu einem Klimareservat weiterentwickelt. Wälder sind nicht nur Kohlenstoffspeicher. Sie erhalten Lebensräume, schützen Böden, fördern die Biodiversität und stabilisieren den regionalen Wasserhaushalt.

Mit der Unterstützung dieses TÜV-zertifizierten Projekts leisten wir einen Beitrag zu einem nachvollziehbaren Klimaschutzvorhaben in Deutschland.

Wasserkraft in Indien

Ein Wasserkraftprojekt in Indien erzeugt erneuerbare Energie und trägt dazu bei, Strom aus fossilen Energieträgern zu ersetzen. Damit wird insbesondere der Bau beziehungsweise die Nutzung zusätzlicher kohlebefeuerter Kraftwerkskapazitäten vermieden.

In einem Land mit einem stark wachsenden Energiebedarf ist der Ausbau erneuerbarer Energien ein wesentlicher Baustein, um wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz miteinander zu verbinden.

Windenergie in Südafrika

Auch der von uns unterstützte Windpark in Südafrika erzeugt erneuerbare Energie und reduziert die Abhängigkeit von kohlebasierter Stromproduktion. Das Projekt trägt dazu bei, den weiteren Ausbau fossiler Kraftwerkskapazitäten zu vermeiden und die Energieversorgung schrittweise klimaverträglicher auszurichten.

Alle drei Projekte und die dazugehörigen Informationen sind über unser Impact Board einsehbar. Diese Transparenz ist uns wichtig. Wer über Kompensation spricht, muss auch zeigen, wohin die eingesetzten Mittel fließen und welche Wirkung damit verbunden werden soll.

 

Dem Klima ist es nicht egal, was wir tun – aber wo Emissionen vermieden werden, ist zweitrangig

Treibhausgase wirken global. Für das Klima ist nicht entscheidend, an welchem Ort eine Tonne CO₂ entsteht oder an welchem Ort ihre Entstehung verhindert beziehungsweise ihre Bindung unterstützt wird. Entscheidend ist die Gesamtmenge der Treibhausgase in der Atmosphäre.

Das entbindet uns nicht von der Verantwortung, die eigenen Emissionen weiter zu reduzieren. Kompensation darf kein Freibrief sein, unverändert weiterzumachen. Sie kann aber dort sinnvoll sein, wo technisch oder strukturell gegenwärtig noch keine ausreichenden Alternativen zur Verfügung stehen.

Wir warten daher nicht darauf, dass irgendwann sämtliche Voraussetzungen perfekt sind. Wir übernehmen heute Verantwortung für das, was heute möglich ist – und arbeiten gleichzeitig daran, künftig weitere Emissionen unmittelbar zu vermeiden.

 

Nachhaltigkeit ist mehr als eine CO₂-Bilanz

Für levares endet Nachhaltigkeit nicht beim Klimaschutz. Ein Unternehmen handelt aus unserer Sicht dann nachhaltig, wenn es Verantwortung für die ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen seiner Tätigkeit übernimmt.

Als Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung begleiten wir schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen in einer der existenziellsten Situationen des Lebens. Unsere Aufgabe besteht nicht allein darin, Schmerzen, Luftnot, Angst oder andere belastende Symptome medizinisch und pflegerisch zu lindern.

Wir schaffen Sicherheit in einer Situation, die viele Menschen zunächst als unkontrollierbar erleben. Wir vermitteln Wissen, geben Orientierung und helfen Angehörigen, handlungsfähig zu bleiben. Menschen, die einen Sterbeprozess begleiten, sollen diesem Geschehen nicht ausschließlich hilflos und überfordert gegenüberstehen.

Denn die Art, wie ein Mensch stirbt und wie seine Angehörigen diese Zeit erleben, wirkt weit über den Tod hinaus.

 

Sterbebegleitung kann Traumatisierung verhindern

Ein unbegleiteter oder als chaotisch erlebter Sterbeprozess kann bei Angehörigen tiefe Spuren hinterlassen. Unkontrollierte Symptome, Angst, das Gefühl, versagt zu haben, und die Erinnerung, in entscheidenden Augenblicken hilflos gewesen zu sein, können die Trauer erheblich belasten.

Eine gute palliative Versorgung kann nicht verhindern, dass Abschied schmerzt. Sie kann aber dazu beitragen, dass Menschen diesen Abschied nicht zusätzlich als medizinische Katastrophe oder persönliches Scheitern erleben.

Wir erklären, was geschieht. Wir bereiten auf mögliche Veränderungen vor. Wir zeigen, was Angehörige selbst tun können, und sind erreichbar, wenn Unsicherheit entsteht. Dadurch werden pflegende und begleitende Menschen nicht zu passiven Beobachtern, sondern zu Beteiligten, die ihrem Angehörigen wirksam beistehen können.

Im besten Fall gehen sie aus dieser schweren Zeit nicht traumatisiert, sondern gestärkt hervor – mit der Erfahrung, dass sie etwas Bedeutendes geleistet haben und einem geliebten Menschen bis zuletzt nahe sein konnten.

Das ist keine Romantisierung des Sterbens. Es ist der Versuch, Angst durch Wissen, Hilflosigkeit durch Handlungsfähigkeit und Isolation durch verlässliche Begleitung zu ersetzen.

„Wenn die richtigen Leute zusammenkommen, kann Sterben gelingen.“
Der frühere Bundesminister Franz Müntefering hat diesen Gedanken in einem ebenso einfachen wie eindringlichen Satz zusammengefasst:

„Wenn die richtigen Leute zusammenkommen, kann Sterben gelingen.“
Dieser Satz beschreibt sehr genau, worum es uns geht.

Sterben „gelingt“ nicht deshalb, weil es leicht, schmerzfrei oder frei von Trauer wäre. Es kann gelingen, wenn die betroffene Person nicht allein gelassen wird. Wenn Beschwerden verlässlich behandelt werden. Wenn Angehörige wissen, was geschieht und an wen sie sich wenden können. Wenn Hausärzte, Pflegekräfte, spezialisierte Palliativmediziner, Hospizdienste und weitere Beteiligte tatsächlich zusammenarbeiten.

Es braucht die richtigen Menschen, die richtigen Kenntnisse und den Willen, Verantwortung gemeinsam zu tragen.

 

Eine gesellschaftliche Aufgabe

Sterben und Tod werden in unserer Gesellschaft noch immer häufig verdrängt. Viele Menschen erleben den ersten Sterbeprozess ihres Lebens erst dann bewusst, wenn ein Elternteil, der Partner oder ein anderer nahestehender Mensch schwer erkrankt. Es fehlen Erfahrungen, Sprache und innere Bilder dafür, was am Lebensende geschehen kann.

Eine gute Sterbebegleitung wirkt deshalb über den einzelnen Versorgungsfall hinaus. Angehörige erfahren, dass Sterben nicht zwangsläufig von Chaos, unerträglichem Leiden und völliger Hilflosigkeit bestimmt sein muss. Sie nehmen dieses Wissen mit in ihre Familien, ihre Freundeskreise und in ihre eigene Vorstellung vom Lebensende.

Damit trägt palliative Versorgung zur Enttabuisierung des Sterbens bei. Sie stärkt Familien und soziale Netzwerke. Sie fördert Mitmenschlichkeit, Selbstwirksamkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wir alle werden irgendwann mit dem Sterben konfrontiert sein – als Angehörige, als Freunde oder am Ende unseres eigenen Lebens. Zu wissen, dass dieser Weg begleitet und gestaltet werden kann, verändert deshalb nicht nur die letzte Lebensphase. Es verändert auch, wie wir heute miteinander leben.

 

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft

Unsere Klimaschutzmaßnahmen und unsere palliative Arbeit sind zwei sehr unterschiedliche Tätigkeitsfelder. Dennoch beruhen sie auf derselben Grundhaltung:

Wir möchten Verantwortung nicht auf andere verschieben und nicht auf bessere Rahmenbedingungen warten, bevor wir handeln.

Wo wir Emissionen vermeiden können, wollen wir sie vermeiden. Wo dies aktuell noch nicht ausreichend möglich ist, gleichen wir verbleibende Emissionen durch überprüfbare Klimaschutzprojekte aus. Und wo Menschen am Lebensende und ihre Familien Unterstützung benötigen, stellen wir unser Wissen, unsere Erfahrung und unsere Erreichbarkeit zur Verfügung.

Nachhaltigkeit bedeutet für uns, die Folgen des eigenen Handelns ernst zu nehmen – für die Umwelt, für unsere Patientinnen und Patienten, für ihre Angehörigen und für die Gesellschaft, in der wir gemeinsam leben.

Nicht als werbewirksames Etikett, sondern als fortlaufende Verpflichtung.

Nachhaltigkeit bedeutet, Verantwortung nicht aufzuschieben

Warum levares seine verbleibenden CO₂-Emissionen kompensiert – und weshalb Nachhaltigkeit für uns weit über Klimaschutz hinausgeht

Nachhaltigkeit hat es gegenwärtig nicht leicht. Unternehmen stehen unter erheblichem Kostendruck. Investitionen werden kritischer geprüft, Ausgaben reduziert und Maßnahmen, deren unmittelbarer wirtschaftlicher Nutzen nicht sofort sichtbar ist, schnell infrage gestellt.

Gleichzeitig ist der Begriff der Nachhaltigkeit in den vergangenen Jahren zunehmend beliebig geworden. Viele Unternehmen schmücken sich mit grünen Versprechen, ohne ihr tatsächliches Handeln transparent zu machen. Der Vorwurf des Greenwashings ist daher häufig berechtigt.

Gerade deshalb war für uns klar: Wenn wir als levares über Klimaschutz und Nachhaltigkeit sprechen, müssen wir konkret, nachvollziehbar und ehrlich sein. Dazu gehört auch, die eigenen Grenzen offenzulegen.

Klimaschutz beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme

lev­ares wurde durch Fokus Zukunft als nachhaltiges und CO₂-kompensiertes Unternehmen zertifiziert. Grundlage hierfür ist die Ermittlung unserer betrieblich verursachten Treibhausgasemissionen. Die von uns unterstützten Klimaschutzprojekte, die entsprechenden Nachweise und weitere Informationen sind über unser Impact Board transparent einsehbar.

Eine Zertifizierung bedeutet für uns jedoch nicht, dass wir uns für „klimaneutral“ erklären und damit das Thema als erledigt betrachten. Der erste Schritt muss immer darin bestehen, Emissionen möglichst zu vermeiden oder zu reduzieren. Erst für diejenigen Emissionen, die gegenwärtig nicht vermieden werden können, kommt eine Kompensation infrage.

Unser derzeit größter verbleibender Emissionsfaktor ist die Fahrzeugflotte. Als Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung sind wir täglich in Mannheim und der Region unterwegs. Unsere Patientinnen und Patienten werden in ihrem häuslichen Umfeld, in Pflegeeinrichtungen und an anderen vertrauten Lebensorten versorgt. Diese Mobilität ist keine beliebige betriebliche Entscheidung, sondern eine wesentliche Voraussetzung unserer Arbeit.

Eine weitere Elektrifizierung unserer Flotte ist aktuell nur eingeschränkt möglich. An unserem Bürostandort und in dessen unmittelbarem Umfeld fehlt die erforderliche Ladeinfrastruktur. Diese Situation können wir kurzfristig nicht allein verändern. Sie einfach als unvermeidbar hinzunehmen, war für uns dennoch keine überzeugende Lösung.

Deshalb haben wir uns entschieden, die derzeit verbleibenden CO₂-Emissionen durch die Unterstützung unterschiedlicher, überprüfbarer Klimaschutzprojekte auszugleichen.

Drei Projekte – drei unterschiedliche Beiträge zum Klimaschutz

Bei der Auswahl war uns wichtig, nicht ausschließlich auf ein einzelnes Projekt oder eine einzelne Technologie zu setzen. Wir unterstützen daher drei unterschiedliche Kompensationsmodelle:

Ein Klimareservat in Brandenburg

Ein Waldgebiet in Deutschland wird renaturiert und dauerhaft zu einem Klimareservat weiterentwickelt. Wälder sind nicht nur Kohlenstoffspeicher. Sie erhalten Lebensräume, schützen Böden, fördern die Biodiversität und stabilisieren den regionalen Wasserhaushalt.

Mit der Unterstützung dieses TÜV-zertifizierten Projekts leisten wir einen Beitrag zu einem nachvollziehbaren Klimaschutzvorhaben in Deutschland.

Wasserkraft in Indien

Ein Wasserkraftprojekt in Indien erzeugt erneuerbare Energie und trägt dazu bei, Strom aus fossilen Energieträgern zu ersetzen. Damit wird insbesondere der Bau beziehungsweise die Nutzung zusätzlicher kohlebefeuerter Kraftwerkskapazitäten vermieden.

In einem Land mit einem stark wachsenden Energiebedarf ist der Ausbau erneuerbarer Energien ein wesentlicher Baustein, um wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz miteinander zu verbinden.

Windenergie in Südafrika

Auch der von uns unterstützte Windpark in Südafrika erzeugt erneuerbare Energie und reduziert die Abhängigkeit von kohlebasierter Stromproduktion. Das Projekt trägt dazu bei, den weiteren Ausbau fossiler Kraftwerkskapazitäten zu vermeiden und die Energieversorgung schrittweise klimaverträglicher auszurichten.

Alle drei Projekte und die dazugehörigen Informationen sind über unser Impact Board einsehbar. Diese Transparenz ist uns wichtig. Wer über Kompensation spricht, muss auch zeigen, wohin die eingesetzten Mittel fließen und welche Wirkung damit verbunden werden soll.

Dem Klima ist es nicht egal, was wir tun – aber wo Emissionen vermieden werden, ist zweitrangig

Treibhausgase wirken global. Für das Klima ist nicht entscheidend, an welchem Ort eine Tonne CO₂ entsteht oder an welchem Ort ihre Entstehung verhindert beziehungsweise ihre Bindung unterstützt wird. Entscheidend ist die Gesamtmenge der Treibhausgase in der Atmosphäre.

Das entbindet uns nicht von der Verantwortung, die eigenen Emissionen weiter zu reduzieren. Kompensation darf kein Freibrief sein, unverändert weiterzumachen. Sie kann aber dort sinnvoll sein, wo technisch oder strukturell gegenwärtig noch keine ausreichenden Alternativen zur Verfügung stehen.

Wir warten daher nicht darauf, dass irgendwann sämtliche Voraussetzungen perfekt sind. Wir übernehmen heute Verantwortung für das, was heute möglich ist – und arbeiten gleichzeitig daran, künftig weitere Emissionen unmittelbar zu vermeiden.

Nachhaltigkeit ist mehr als eine CO₂-Bilanz

Für levares endet Nachhaltigkeit nicht beim Klimaschutz. Ein Unternehmen handelt aus unserer Sicht dann nachhaltig, wenn es Verantwortung für die ökologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen seiner Tätigkeit übernimmt.

Als Team der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung begleiten wir schwerstkranke und sterbende Menschen sowie ihre Angehörigen in einer der existenziellsten Situationen des Lebens. Unsere Aufgabe besteht nicht allein darin, Schmerzen, Luftnot, Angst oder andere belastende Symptome medizinisch und pflegerisch zu lindern.

Wir schaffen Sicherheit in einer Situation, die viele Menschen zunächst als unkontrollierbar erleben. Wir vermitteln Wissen, geben Orientierung und helfen Angehörigen, handlungsfähig zu bleiben. Menschen, die einen Sterbeprozess begleiten, sollen diesem Geschehen nicht ausschließlich hilflos und überfordert gegenüberstehen.

Denn die Art, wie ein Mensch stirbt und wie seine Angehörigen diese Zeit erleben, wirkt weit über den Tod hinaus.

Sterbebegleitung kann Traumatisierung verhindern

Ein unbegleiteter oder als chaotisch erlebter Sterbeprozess kann bei Angehörigen tiefe Spuren hinterlassen. Unkontrollierte Symptome, Angst, das Gefühl, versagt zu haben, und die Erinnerung, in entscheidenden Augenblicken hilflos gewesen zu sein, können die Trauer erheblich belasten.

Eine gute palliative Versorgung kann nicht verhindern, dass Abschied schmerzt. Sie kann aber dazu beitragen, dass Menschen diesen Abschied nicht zusätzlich als medizinische Katastrophe oder persönliches Scheitern erleben.

Wir erklären, was geschieht. Wir bereiten auf mögliche Veränderungen vor. Wir zeigen, was Angehörige selbst tun können, und sind erreichbar, wenn Unsicherheit entsteht. Dadurch werden pflegende und begleitende Menschen nicht zu passiven Beobachtern, sondern zu Beteiligten, die ihrem Angehörigen wirksam beistehen können.

Im besten Fall gehen sie aus dieser schweren Zeit nicht traumatisiert, sondern gestärkt hervor – mit der Erfahrung, dass sie etwas Bedeutendes geleistet haben und einem geliebten Menschen bis zuletzt nahe sein konnten.

Das ist keine Romantisierung des Sterbens. Es ist der Versuch, Angst durch Wissen, Hilflosigkeit durch Handlungsfähigkeit und Isolation durch verlässliche Begleitung zu ersetzen.

„Wenn die richtigen Leute zusammenkommen, kann Sterben gelingen.“
Der frühere Bundesminister Franz Müntefering hat diesen Gedanken in einem ebenso einfachen wie eindringlichen Satz zusammengefasst:

„Wenn die richtigen Leute zusammenkommen, kann Sterben gelingen.“
Dieser Satz beschreibt sehr genau, worum es uns geht.

Sterben „gelingt“ nicht deshalb, weil es leicht, schmerzfrei oder frei von Trauer wäre. Es kann gelingen, wenn die betroffene Person nicht allein gelassen wird. Wenn Beschwerden verlässlich behandelt werden. Wenn Angehörige wissen, was geschieht und an wen sie sich wenden können. Wenn Hausärzte, Pflegekräfte, spezialisierte Palliativmediziner, Hospizdienste und weitere Beteiligte tatsächlich zusammenarbeiten.

Es braucht die richtigen Menschen, die richtigen Kenntnisse und den Willen, Verantwortung gemeinsam zu tragen.

Eine gesellschaftliche Aufgabe

Sterben und Tod werden in unserer Gesellschaft noch immer häufig verdrängt. Viele Menschen erleben den ersten Sterbeprozess ihres Lebens erst dann bewusst, wenn ein Elternteil, der Partner oder ein anderer nahestehender Mensch schwer erkrankt. Es fehlen Erfahrungen, Sprache und innere Bilder dafür, was am Lebensende geschehen kann.

Eine gute Sterbebegleitung wirkt deshalb über den einzelnen Versorgungsfall hinaus. Angehörige erfahren, dass Sterben nicht zwangsläufig von Chaos, unerträglichem Leiden und völliger Hilflosigkeit bestimmt sein muss. Sie nehmen dieses Wissen mit in ihre Familien, ihre Freundeskreise und in ihre eigene Vorstellung vom Lebensende.

Damit trägt palliative Versorgung zur Enttabuisierung des Sterbens bei. Sie stärkt Familien und soziale Netzwerke. Sie fördert Mitmenschlichkeit, Selbstwirksamkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Wir alle werden irgendwann mit dem Sterben konfrontiert sein – als Angehörige, als Freunde oder am Ende unseres eigenen Lebens. Zu wissen, dass dieser Weg begleitet und gestaltet werden kann, verändert deshalb nicht nur die letzte Lebensphase. Es verändert auch, wie wir heute miteinander leben.

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Wir möchten Verantwortung nicht auf andere verschieben und nicht auf bessere Rahmenbedingungen warten, bevor wir handeln.

Wo wir Emissionen vermeiden können, wollen wir sie vermeiden. Wo dies aktuell noch nicht ausreichend möglich ist, gleichen wir verbleibende Emissionen durch überprüfbare Klimaschutzprojekte aus. Und wo Menschen am Lebensende und ihre Familien Unterstützung benötigen, stellen wir unser Wissen, unsere Erfahrung und unsere Erreichbarkeit zur Verfügung.

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Nicht als werbewirksames Etikett, sondern als fortlaufende Verpflichtung.

Hier finden sie unseren Nachhaltigkeitsbericht von Fokus-Zukunft

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